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April

Zu ungewohnt früher Zeit treffen wir uns beim Carpark Sihlquai. Ein Reisecar bringt uns bequem und pünktlich nach Göppingen, um an der Betriebsbesichtigung der Firma Märklin teilnehmen zu können. Viele ältere Präzisionsmaschinen aus unserer Uhrenregion stehen dort noch täglich im Einsatz, um winzige Federn oder andere Kleinteile zu fertigen. Es wird uns auch bewusst, wieviele Arbeitsschritte benötigt werden, um ein Modell mit all den vielen Einzelteilen zusammen zu setzen. Nach einem ausgezeichneten Mittagessen im Park-Restaurant der Stadthalle besuchen wir das Märklin Museum. Leider fehlen dort einige der wertvollsten Stücke welche anfangs Jahr gestohlen wurden.

Mai

Am Friday Evening Beer stellen sich die einzelnen IBM Club Sektionen vor. Neben verschiedenen Modellen und anderen Exponaten zeigen wir insbesondere unsere Aktivitäten auf, wie Bahnfahrten, Fachvorträge und Besichtigungen. Als Beispiel dafür zeigen wir Bilder von unserer Jubiläumsreise ins Harzgebirge.

Juli

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Die Clubreise führt uns in die Ostschweiz. Mit dem ICN erreichen wir Gossau SG, wo uns ein erster, ungeplanter Höhepunkt erwartet. Eine Weiche, die sich auch mit vereinten Kräften nicht umstellen lässt, verhindert die notwendige Rangierfahrt unseres Extrazuges. Der Dieseltriebwagen BCFm 2/4 (Baujahr 1928) der Appenzeller Bahnen muss die angehängten zwei Säntis-Bahn-Wagen deshalb bis Herisau hinauf vor sich herschieben. Weiter geht die Fahrt über Urnäsch und Appenzell nach Wasserauen. Von hier erreichen wir mit fahrplanmässigen Zügen Teufen, wo für uns ein Extrahalt direkt vor dem Hotel Zur Linde gemacht wird. Hier lassen wir uns ausgiebig Zeit um uns mit Appenzeller-Spezialitäten kulinarisch verwöhnen zu lassen.

Die Heimreise erfolgt mit der Appenzellerbahn nach St. Gallen, mit der Südostbahn via Herisau, Wattwil und Rapperswil nach Pfäffikon, und von da mit der SBB zurück nach Zürich.

September

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Die Schwarzwaldbahn fährt seit 1873 zwischen Offenburg und Konstanz. Sie überwindet in ihrem Kernstück zwischen Hornberg und St.Georgen auf 11 km Luftlinie 448 m Höhe mittels zwei Kehrschleifen, die hier bei der Schwarzwaldbahn erstmals angewendet wurden, und führt durch 36 Tunnels. Diese Strecke gilt noch heute als Meisterleistung der Ingenieurkunst und wurde in Planung und Ausführung Vorbild für die Gotthard-, Albula- und Berninabahn. So wurde der Planer und Erbauer dieser Strecke, Robert Gerwig, auch zum Bau der Gotthardstrecke beigezogen.

Bevor wir diese eindrückliche Strecke befahren, sehen wir uns das Modell im Massstab 1:87 an. In Europa ist die Schwarzwald-Modellbahn die grösste Modellanlage nach realem Vorbild. Auf 400 m² Anlage fahren Zuggarnituren aktueller und historischer Baureihen auf 1300 m Gleisen durch eine wundervoll gestaltete Schwarzwaldlandschaft. Die Modellzüge überwinden hierbei 1,80 m Höhenunterschied und passieren unter anderem die original und massstäblich nachgebildeten Bahnhofsanlagen der Schwarzwaldbahn-Städte Hausach, Hornberg und Triberg. Auf der Anlage selbst fahren ständig zwischen 40 und 50 Züge.

Natürlich hat auch hier die Reiseleitung mit der Wahl des Landhaus Hechtsberg in Hausach wieder dafür gesorgt, dass die Reise auch in kulinarischer Hinsicht in Erinnerung bleiben wird.

November

An der Modelleisenbahn-Börse im IBM Gebäude bieten vier Clubmitglieder Rollmaterial verschiedenster Fabrikate in Gleich- und Wechselstrom sowie Anlagezubehör zum Kaufe an.

Dezember

schbb bschb03 Den Jahresabschluss bildet der Besuch der Schinznacher Baumschulbahn, der einzigen Dampfbahn in der Schweiz mit einer Spurweite von 600 mm. Die Freude an historischen Dampflokomotiven und anderem Eisenbahnmaterial verbindet die Mitglieder vom Verein Schinznacher Baumschulbahn. Mit fachmännischer Behandlung, sorgfältiger Wartung und liebevoller Pflege setzen sie sich für die dauernde Erhaltung dieser Bahn ein.

 

Als bisher grösstes Ereignis in der Geschichte der Baumschulbahn darf die Inbetriebnahme einer 60 Tonnen schweren Garratt-Dampflok zum 20-jährigen Jubiläum der Bahn im Jahre 1998 bezeichnet werden. Sie wurde 1985 von den Staatsbahnen Südafrikas gekauft, nach Schinznach überführt und in 10-jähriger Arbeit in der eigenen Werkstätte durch Vereinsmitglieder total revidiert. Diese Dampflok steht bei unserem Besuch leider nicht im Einsatz.

Wir unternehmen aber eine Fahrt mit der „Molly“ (Baujahr 1944). Herr Bühlmann, Lokführer SBB, hatte uns im letzten Jahr einen Vortrag mit 3D-Projektion über die wundersame Metamorphose dieser fast vergessenen kleinen Denkmal-Lok im Bahnhof Turgi gehalten.

Im Anschluss an die Fahrt durch die Baumschule Zulauf haben wir die Gelegenheit zur Besichtigung des gesamten Rollmaterialparks.


Sektionsleiter Modelleisenbahnen
Othmar Grob