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März

Herr Schweizer, zuständig für die Fahrplangestaltung bei der SBB, zeigt uns die Entstehung eines Fahrplanes auf. Wir erfahren wie viel Aufwand alleine notwendig ist, um möglichst viele Wünsche der beteiligten Partner (übrige Transportgesellschaften, Kantone etc) einzubringen und die teilweise widersprüchlichen Rahmenbedingungen zu erfüllen. Dieses erarbeitete Resultat muss schlussendlich noch vom Papier in die Realität umgesetzt werden und alle betrieblichen Stellen innerhalb der SBB müssen mit den für sie relevanten Informationen beliefert werden.

April

Wir besuchen den Loksimulator im SBB Ausbildungszentrum Löwenberg. Dieser Simulator dient der Ausbildung der Lokomotivführer für den so genannten Störfall. Für jede ausser-ordentliche Situation wie beispielsweise Signaldefekt, Fahrleitungsstörung etc. können die bestehenden Verhaltensszenarien durchgespielt werden. Beinahe realitätsgetreu wird die dabei zu befahrende Strecke projiziert und die extern wirkenden Kräfte werden durch entsprechende Neigung der Führerstandskabine spürbar gemacht.

Stadler-werkDer freie Sechseläuten-Nachmittag gibt uns Gelegenheit die Firma Stadler Rail AG in Bussnang kennen zu lernen, welche es verstanden hat, sich im nationalen und internationalen Wettbewerb zu behaupten. So hat die SBB einen Auftrag über 4 Niederflurfahrzeuge «Flirt» im Wert von 330 Millionen Fr. erteilt. Dieses Rollmaterial setztneue Massstäbe im Bereich Komfort und Wirtschaftlichkeit. Zwölf Fahrzeuge sind für die Stadtbahn Zug, zwanzig Triebwagen für die Regio S-Bahn Basel und zehn Züge für die deutsche Wiesenthal-Linie vorgesehen.

Im Bau sehen wir die Gelenktriebwagen für den Regionalverkehr Mittelland, für Hellenic Railways Griechenland und für Zeleznicna Splocnost Slowakei.

Juni

Lok ChanderliClubreise mit der Kandertalbahn, einer erhaltengebliebenen, klassischen Nebenbahn im badischen Teil der Regio TriRhena, dem Dreiländereck Deutschland - Schweiz - Frankreich. Sie erschliesst den südlichen Schwarzwald und zweigt in Haltingen von der Rheintalbahn ab und führt über eine Strecke von 13 km durch das liebliche Kandertal ins Töpferstädtchen Kandern am Fuss des Hochblauen.

Wir geniessen unsere Extrafahrt mit der noch betriebsfähigen Dampflokomotive T3 30 «Chanderli» (Baujahr 1904) und den historischen Personenwagen aus der Jahrhundertwende.

Im historischen Gasthaus «Zur Weserei» lassen wir uns von der badischen und Markgräfler Küche kulinarisch verwöhnen.

September

lichtensteig-anlagenacht2In Lichtensteig besuchen wir Europas grösste Hobby-Eisenbahnanlage in Spur 0. 1000 Meter Schienen, 30 Lokomotiven, 100 Personenwagen, 100 Güterwagen, 13 gleichzeitig fahrende Züge von 4 bis 8 Meter Länge, ein 22 Meter langes Bahnhofareal mit 20 Gleisen auf einer Ausstellungsfläche von 500 Quadratmetern.

Die rote Standseilbahn fährt uns von Unterwasser auf die idyllische Alp Iltios. Von dort geht es mit der 80-Personen-Seilbahn auf den 2262 m hohen Chäserrugg - den ersten der sieben Churfirsten. Für das leibliche Wohl wird im Berggasthaus auf dem Chäserrugg gesorgt. Hier nehmen wir das wohlverdiente Mittagessen ein und geniessen den Ausblick in die reizvolle Naturlandschaft des Obertoggenburgs.

Oktober

Ambrosius Dietschi hat auf kleinstem Raum eine rein technische Anlage (170 m Gleis, ohne Schotterung und Landschaft) gebaut mit der Zielsetzung, möglichst viele Züge fahren lassen zu können. Er berichtet über die dabei gemachten Erfahrungen bezüglich Anlageplanung, Unterbau, Gleisbau, Weichen, Blocksteuerung, Eigenbau-Elektronik und -Software sowie Wartung.

November

Hansruedi Egli gibt uns wertvolle Tipps zu folgenden Aspekten der Schotterung: Gleisbett- Gestaltung, geeignete Materialien, ein realistisch aussehendes Schotterbett gestalten, Werkzeuge und Hilfsmittel.

Marco Fognini informiert uns über seine Erfahrungen mit 3-Leiter Digitalbetrieb: Märklin Digital, Intellibox mit verschiedenen Decodern, Selbstbau von Weichendecoder und Booster, PC-Steuerung mit Shareware.

Dezember

Zum Jahresabschluss besuchen wir das Infozentrum Bahn 2000 in Langenthal. Die gesamte Neubaustrecke ist hier mit Geländemodellen im Massstab 1:500, Plänen und Filmen dokumentiert. Der Leiter des Infozentrums informiert uns über den aktuellen Stand der Bauarbeiten und beantwortet unsere zahlreichen Fragen.

Beim anschliessenden Nachtessen im Restaurant «Bierhaus» erinnern wir uns gerne nochmals der vielen Highlights des vergangenen Vereinsjahres und sammeln Ideen für das nächste, in dem die Sektion Modelleisenbahn bereits 30 Jahre alt wird!


Sektionsleiter Modelleisenbahnen
Othmar Grob